Öffnungszeiten

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Mittwoch 09.00–11.00 h
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Herzlich Willkommen in der Gemeindebibliothek Rüschlikon -
eine Bibliothek mit Aussicht!

Unter Angebot werden Sie über das vielfältige Sortiment informiert  und im Onlinekatalog können Sie nach einzelnen Titeln suchen und Ihr Wunschexemplar reservieren.

Oder kommen Sie vorbei, schauen Sie sich um und lesen Sie die neusten Zeitschriften oder geniessen Sie bei einem Kaffee die herrliche Aussicht auf See und Berge!

Lesestube Bibliothek Rüschlikon

 

 

Vorschläge der Bibliothekarinnen:

 

Die entwendete Handschrift

von Gabrielle Alioth

 

Gabrielle Alioth wurde in Basel geboren und lebt seit vielen Jahren in Irland. Sie schreibt vor allem historische Romane.

 

Auch in ihrem neuesten Roman geht es um einen mittelalterlichen Gelehrten namens Manuel Chrysoloras. Man hielt ihn für einen Wegbereiter der Renaissance, weil er in Florenz Griechisch lehrte. Doch in Wahrheit, schöpfte er sein Potential nicht aus, war ein Versager, da er wohl lediglich fünf Schüler unterrichtete.

 

Der Roman ist packend, indem zwei Basler Historiker, die das Leben und Wirken des Manuel Chrysoloras erforschen, auf rätselhafte Weise zu Tode kommen. Frau Alioth ist es sehr gut gelungen, historisches mit Erfundenem zu verflechten.

 

Im Singsaal des alten Oberstufenschulhauses hat Gabrielle Alioth aus ihrem Buch vorgelesen. Die Lesung wurde von Kulrurrüschlikon und der Bibliothek  gemeinsam organisiert und war ein grosser Erfolg.

November 2016/at

Bildergebnis für gabrielle alioth die entwendete handschrift

 

 

 

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Wetterschmöcker

von Michael Theurillat

 

Kriminalroman von Michael Theurillat, aus der Reihe „Ein Kommissar-Eschenbach-Krimi“ Band 5

Vordergründig geht es um die Fusion zweier Rohstofffirmen Glowmore und Tramax zu GlowMax. Die junge aufstrebende Wirtschaftsführerin Clara Thüring wird als CEO der neu gegründeten Firma gehandelt.  Doch ihr Onkel, Alois Thüring, ein Wetterschmöcker aus dem Muotathal, meldet seine Nichte als vermisst. Kommissar Eschenbach verweist den Wetterschmöcker an die zuständige Stelle für Vermisstenmeldungen. Aber der Schwyzer bleibt hartnäckig. Kurz darauf wird Eschenbach an die Sihl gerufen. Auf einem Waldstück fand eine Kremation nach indianischem Ritual statt. Ist die Tote die vermisste Clara Thüring? Welches Geheimnis verbirgt sich im Muotathal und was ist die Verbindung zum Wirtschaftsunternehmen mit Sitz in Zug. Kommissar Eschenbach und sein Team, diesem gehört in diesem Buch auch der hochmotivierte und übereifrige Praktikant Jules Buser an, beginnt der Fall zu interessieren. Auch ist da noch die geheimnisvolle und schöne Psychiaterin Mara L. Hofer, zu der sich Eschenbach hingezogen fühlt.

Die Charaktere sind das Kernstück dieser Ermittlungen und Szenarien. Untenstehend ein Auszug aus dem Buch:

Haben Sie sich einmal gefragt, warum sich einige Menschen erholen, wenn ihnen etwas Schlimmes widerfahren ist – und andere nicht? Es gibt traumatisierte Menschen, die immer wieder leiden und am Ende depressiv werden; andere hingegen überwinden die schlimmen Erlebnisse, gewinnen an Stärke und schreiten kühn voran.“ (Seite 155)

Der Kriminalroman, der zeitweise wie ein Wirtschaftsthriller daherkommt, hat mich von Beginn weg gefesselt und bleibt mitreissend und voller Wendungen bis zum Schluss. Aus diesem Grund möchte ich über das Buch nichts Weiteres verraten.

Ein empfehlenswerter Krimi mit Niveau. Spannend bis zur letzten Seite.

September 2016/vk

 

 

 

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Leberknödel

von Will Self, aus dem Englischen von Gregor Hens

 

Der Roman, der eigentlich eine Novelle ist. (Ursprünglich wurde er im Original Englischen in einem Band mit 4 Texten als Novelle veröffentlicht). Auch das Format des Buches ist besonders, es kommt in der Größe eines Kirchengesangsbuches daher... (darum ist es gut für Unterwegs, da es auch „nur“ 200 Seiten lang ist).

 

Über den Inhalt:

Die unheilbar an Leberkrebs erkrankte Joyce reist nach Zürich, um in einer Klinik würdevoll zu sterben. Begleitet wird sie von ihrer Tochter, zu der sie eine sehr angespannte Beziehung hat. Doch dann, den Sterbecocktail schon in der Hand, entscheidet sie sich anders und verlässt die Klinik, bricht mit ihrer Tochter, der sie das Erbe ohnehin nicht gegönnt hätte und unternimmt Streifzüge durch Zürich. Auf wundersame Weise geht es ihr immer besser und besser. Als sie in einer Kirche ein etwas skurriles, aber freundliches Ehepaar  trifft, freundet sie sich mit ihnen an und zieht in deren Haus ein. Erst später wird klar, dass das Ehepaar ihre eigenen Ziele verfolgt und Joyce’s Heilung, als Beweis für die Wunderwirkung ihrer verstorbenen Tochter, die sie seligsprechen lassen wollen, herhalten muss.

Weiter geht es mit dem Wiedersehen mit Tochter Isobel, deren Alkoholabsturz, Untersuchungshaft und dem eigenen geplanten Selbstmord und genauen Betrachtungen von Joyce über das Leben der Schweizerinnen und Schweizer mit dem Blick hinter deren Fassade.

Dazu kommen immer wieder kleine literarische Anspielungen auf James Joyce, welche zum Schmunzeln anregen. Ein englischer Blogger meint dazu sogar, die Novelle wandle auf „James Joyce’s Spuren in Zürich“.

 

Über den Autor:

Geboren 1961, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Englands. Lebt in London. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

März 2016/es

 

 

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Das achte Leben (für Brilka)

von Nino Haratischwili

 

Georgien, 1900: Stasia, Tochter eines angesehenen, wohlhabenden Schokoladenfabrikanten wird geboren. Jung heiratet sie den Weissgardisten Simon Jaschi, der am Vorabend der Oktoberrevolution nach Petrograd versetzt wird, weit weg von seiner Frau. Als Stalin an die Macht kommt, sucht Stasia mit ihren beiden Kindern Zuflucht bei ihrer Schwester auf dem Land, wo sie auf den Geheimdienstler Lawrenti trifft. Das hat fatale Folgen…

Auf über 1200 Seiten erzählt die Autorin eine georgische Generationen-Saga.

Der Familie, die im Georgien des zwanzigsten Jahrhunderts mit den Realien der Sowjetunion konfrontiert ist, wird das Familienerbe, der „Fluch der Schokolade“  über sechs Generationen zum Verhängnis. Die Autorin zeigt menschliche Dramen, Intrigen, Hoffnungen und Liebe mitten auf dem Weg Georgiens durch Revolutionen, Kriege und Stalins Säuberung, ohne es den einzelnen Protagonisten an Tiefe fehlen zu lassen. Das Buch ist fesselnd, die Figuren plastisch und lebendig, etwas für Leserinnen und Leser, die gerne Romane mit  bestens recherchiertem politisch-historischem Hintergrund lesen.

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tiflis ist eine Theaterregisseurin, Daramatikerin und Romanautorin. Sie studierte Film- und Theaterregie in Tiflis und Hamburg. Ihr Romandebut „Juja“(2010 ) gewann  den Debütpreis des Buddenbrookhauses Lübeck und ihr zweiter Roman „Mein sanfter Zwilling“(2011) wurde mit dem Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage ausgezeichnet. „Das achte Leben (für Brilka)“ ist ihr dritter Roman.Nino Haratschwilli lebt als Autorin und Regisseurin in Hamburg.

Januar 2016/es

 

 

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FLOKATI oder mein Sommer mit Schmidt


Debütroman von Martin Schult

 

Die Geschichte spielt im Sommer 1974. In ganz Deutschland herrscht WM-Euphorie. Der Ich-Erzähler heisst Paul Neumann, fast 13 Jahre alt, und lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester in Frankfurt am Main. Sein Vater ist ein fussballverrückter Frisör, die Mutter eine emanzipierte Linke und die Schwester pubertiert,  spricht nur in Abkürzungen und ist in den Sänger David Cassidy verliebt. Frau Schellack, die alte Nachbarin - Boris, der Freund von Paul - „Bruder“ Kolja, der Taxifahrer - der merkwürdige Nachbarssohn Emil Bartoldy, der mit seiner Schildkröte spazieren geht - dies sind nur einige Namen, welche im Sommer 1974 in Pauls Leben eine wichtige Rolle spielen.

Der Buchtitel ergibt sich daraus, dass die ganze Familie am Sonntag den Flokatiteppich kämmen muss. Pauls Vater wiederum hat sich in den Kopf gesetzt, das Buch „Zettels Traum“ von Arno Schmidt zu lesen. Auch Paul ist neugierig auf das Buch und hat seiner Deutschlehrerin versprochen, über die Sommerferien eine Zusammenfassung des 1360 Seiten schweren Wälzers zu verfassen. Er muss diverse Tricks anwenden, um an das Buch zu kommen.

In diesem Sommer läuft alles aus dem Ruder: die Streitereien seiner Eltern sowie deren Trennung, der Tod der Frau Schellack, an dem sich Paul die Schuld gibt, die WM, das Buch…., Paul fällt es nicht leicht, die Vorgänge dieser turbulenten Zeit zu verarbeiten. Im Oktober beschliesst er, die Schule zu schwänzen und verbringt die Zeit im Heizungskeller seines Mietshauses; immer mit der Angst, entdeckt zu werden. Seiner Deutschlehrerin erklärt er in sehr persönlichen Briefen die Gründe für sein Fernbleiben.
Die Buchkapitel sind nach den Gegnern der Deutschen Fussballnationalmannschaft benannt. Es folgenden jedoch keine detaillierten Spielbeschreibungen. Auf den letzten Seiten des Buches sind die Fussball- Partien der Deutschen aufgelistet, dies sicher zur Freude einiger Fussballfans.

Martin Schult erzählt einfühlsam  und auf witzige Weise eine Geschichte über das Erwachsen-werden, über Freundschaft, Schuld, Liebe und einen unvergesslichen Fussballsommer.
Anmerkung in eigener Sache: Auch beim mir im Zimmer hing der Starschnitt aus der BRAVO von David Cassidy und „Major Tom“ von David Bowie spielte ich auf meinem Kassettenrecorder rauf und runter. Ich fühlte mich herrlich in meine Kind- bzw. Jugendzeit zurückversetzt. Leser und Leserinnen, nicht nur Fussballbegeisterte, die in den siebziger Jahren jung waren, werden sicher über manches schmunzeln, weil sie es selbst so oder ähnlich erlebt haben.

Martin Schult, geboren 1967 in München, lebt heute mit seiner Familie in Berlin

Mai 2016/VK


Flokati oder mein Sommer mit Schmidt 

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